Memed Erdener

Memed Erdener (a.k.a. Extramücadele) tritt erstmals 1997 in der Culture Jamming-Bewegung mit künstlerischen Interventionen hervor. Extramücadele produziert überwiegend extrovertierte Arbeiten mit höchst unterschiedlichen Bezügen. Wie aus seinem Namen – Extramücadele – bereits hervorgeht, handelt es sich um ein widerständiges Projekt, um eine Kritik jener Diskurse, die die Etablierung der türkischen Republik geprägt haben. Extramücadele unternimmt Interventionen gegen die aktuellen hegemonialen Bilder und fügte sie zu neuen Konstellationen zusammen. Seine Arbeiten leisten beharrlichen Widerstand gegen die staatliche Ideologie und oft gegen das heilige Tabu des Kemalismus. Extramücadele produziert außerdem Werke, die den sog. ‚Neuen Republikanismus‘ (eine politische Bewegung mit dem Ziel, an die Stelle des Kemalismus zu treten) kritisch reflektieren. Auf diese Weise wird Extramücadele mit künstlerischen Interventionen unter Rückgriff auf die Narrative, Symbole und Mythen der nationalen Geschichte und die aktuelle Agenda, zu einem politischen und künstlerischen Akteur. Durch depersonalisiertes politisches Engagement wird die eigene Person Memed Erdeners unsichtbar. Daher wurde das Projekt des Künstlers Memed Erdener häufig auch als Gruppenprojekt wahrgenommen.

Ausgewählte Einzelausstellungen und Präsentationen von Extramücadele sind: Solo Presentation (Volta11, Basel, 2015), There is No God in the Sky Only Birds (Gallery NON, Istanbul, 2014), I Didn’t Do This, You Did (Gallery NON, Istanbul, 2010); Gruppenausstellungen: Minor Heroisms (Zilberman Gallery, 2015), Objets Trouves, Delvoyeurs (Gallery Didier Claes, Brüssel, 2015), Black & White (Van Abbemuseum, Eindhoven, 2013; Museum of Modern Art, Warschau, 2011), The 13th Biennial of Art: Pure Expression (Serbien, 2008) und 10th Istanbul Biennial (Istanbul, 2007).

www.memederdener.com 


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> EXHIBITIONS
  - Beauty of Bigotry
  - THE RED GAZE
  - I Only Did What I Was Told To Do
  - Minor Heroisms